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Immer an der Planke lang
Vor Jahren wohnten wir in einen wunderbaren alten Schuppen von
einem Haus. An dem Tag von dem ich schreibe hatte Meg sich aus dem Haus
geschlossen und ich war anderswo. Da Megs Vater und ihre sehr junge
Nichte Stephanie gerade zu Besuch und einer Tasse Tee aufgetaucht
waren, war dies nicht gerade der beste Augenblick für ein solches
Unglück. Meg untersuchte das Haus vor außen - wie man es bei
solchen Gelegenheiten nur tun kann - und entdeckte ihre Handtasche
durch das Schlafzimmerfenster. Sie wusste dass die Hausschlüssel
darin waren und das kleine Fenster war offen. Stephanie und ihr
Großvater beobachteten Meg voll von Bewunderung als sie horten
wie ihr Hirngetriebe so langsam anlief. Da im Tal der Roe fast Jeder weiß dass Menschen
nur ein wenig intelligenter sind als Border Collies, wusste Meg sofort
dass dieses Problem nicht ohne den Hund gelöst werden konnte. Kein
erwachsender Mensch konnte durch dieses kleine Fenster klettern und die
winzige Stephanie hätte gewiss ihr Genick beim ersten
Einbruchsversuch gebrochen. |
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Tudor, der Border Collie, - wenn sie Alles so bedachte,
würde allerdings gerade durch die Öffnung passen und er
besaß Knochen aus Gummi. Er hatte auch gelernt fasst Alles das in
sein Maul passte zu holen und sollte, - mit freundlicher Ermunterung -
in der Lage sein die Handtasche ins Maul und dann zum Fenster zu
bringen. Wie er an die Handtasche kommen sollte war allerdings noch ein
Problem - eine erste Theorie mit Haken und langer Leiste war
vielversprechend. Als endlich der Endplan bereit lag war es an der Zeit ihn in die Tat umzusetzen. Tudor konnte wie eine Gazelle springen, aber da selbst er nicht durch dieses enge Fenster hätte segeln können musste die Sache ein bisschen wissenschaftlicher erfasst werden.
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Nachdem viel Zeit damit verbracht geworden war Pläne zu
löten, hämmern, schmieden und wer weiß was noch,
entwickelte sich die folgende Situation: Meg hatte eine hölzerne
Planke gefunden und sie schob die durch die kleine Öffnung im
oberen Drittel des kleinen Fensters - wie schon gesagt das Haus war ein
alter Schuppen. Ihr Vater trug das andere Ende der Planke auf seiner
Schulter und Meg hob den sich winden Collie auf das Brett und befahl
ihm sich dort festzuhalten.
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Die kleine Stephanie beobachtete all Dies mit kindlichen Erstaunen und fragte wiederholt, mit überlauter Stimme: "Was machst du denn da mit dem Hund, Tante Meggy?" . "Sei still Stephanie - das wirst du schon sehen". Hier verliert man jetzt leicht den Faden: Die Planke,
die den Hund in der Luft hielt, ragte durch das Fenster und war leicht
nach oben gekippt um zu versuchen ihn zu überreden durch das
Fenster ins Haus zu fallen. Einmal drinnen - mit Zurufen von "Go and
pick it up" (er verstand kein Deutsch) - sollte es ein Leichtes
für in sein die Handtasche - und damit die Schlüssel - zum
Fenster zu bringen. Einmal dort würde man Alles mit einer bis
jetzt noch unbekannten, doch wahrscheinlich geniale Art und Weise, bergen. Meg überredete ihren Vater die Planke samt Hund
langsam durch das Fenster zu schieben, während sie versuchte die
Sache eine wenig zu beschleunigen indem sie das wollige Hinterteil des
Hundes kräftig schob.
Wissenschaftlich gesehen hätte all dies funktionieren
sollen - wenn Tudor nicht so erstaunt gewesen wäre. Jedes Mal wenn
er beinahe durch das Fenster war drehte er sich, sah Meg mit einem
verlegenden Blick an und fragte: "Was ist denn hier bloß los?
Warum schiebst du mich den dauernd beim Arsch?". Zur gleichen Zeit
schrie Stephanie kindlich erregt: "Was machst du denn mit dem
Hündchen, Tante Meggy" und ihr Großvater meckerte: "Sowas
sollte man doch noch nicht mal einem Hund antun."
Meg - von Kichern gekrümmt - musste aufgeben als es klar
wurde das der Plan einfach zu komisch war um je erfolgreich zu sein.
Sie mussten alle auf mich warten um endlich ihre wohlverdienten Tassen
Tee zu bekommen. Tudor sah den ganzen Tag lang sehr enttäuscht aus. |
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Hundsgeschichten
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Wie man ein Haus tapeziert
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