| Der Roe entlang |
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Wir beginnen unsere Wanderung am Country Park Center so dass wir den kleinen Teich und seine ehemaligen Enten bewundern können. Vor Jahren floss hier der Strom für das erste Wasserkraftwerk in Irland entlang. Die vielen Warnzeichen die hier stehen lesen wir einfach nicht - sie sind sinnlos. |
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Blick über den oberen Teil des Parks. Die Bäume in der Ferne verraten den Lauf
der Roe.
Das Gewässer im Vordergrund ist wieder der kleine Schmucktümpel. Er wird jedes Jahr gesäubert, wird aber im Herbst wieder voll von Schlamm sein. Und seht einmal wie schön die Sonne heute scheint, das kommt hier nicht oft vor. |
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Die Überreste der alten Holzhammermühle. Ehe das Kraftwerk gebaut wurde war der Park Teil einer Flachsmanufaktur. Die harten Fasern mussten mit hölzernen Flegeln bearbeitet werden. Dazu benutzte man diesen jetzt dachlosen Schuppen der teilweise sehr gut gemauert worden ist. |
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Unser erster Blick auf den Fluß. Die Roe mäandert hier und versucht das Country
Park Centre Gebäude mitzureißen. Es gibt welche die freuen sich schon darauf.
Dies ist ein sehr typisches Bild. Der Himmel ist wolkig, die Frühlingsblumen blühen und ein unvorsichtiger Wilderer kommt mit seiner Angel rechts ins Bild, während sein Freund versucht der Kamera auszuweichen. |
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Wir tun so als ob wir die beiden schleichenden Gesellen gar nicht sehen. Einer von Ihnen scheint sehr tollpatschig zu sein und wenn wir ihm zuviel Angst einjagen könnte er in den Fluss fallen und dabei aus Versehen einen Fisch umbringen: wir starren in die entgegengesetzte Richtung. Der großartiger Reiher der an uns vorbei stromauf fliegt - den Schnabel fischbeladen - ist sowie ein besserer Wilddieb und wir bewundern in viel lieber als diese beiden Gesellen. Wie unsere beiden Freunde hat er gewiss noch nie im Leben einen Angelschein gekauft. |
| Diese romantische Ruine war einst ein Teil einer Kläranlage. Warum die Ahnen glaubten dass dieses schöne Fleckchen ein idealer Standort für ein Kläranlage sei weiß niemand mehr. Glücklicherweise hat die Roe es überlebt. |
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Es ist die Frühlingszeit und das Licht das durch die Blätter leuchtet hat
eine klare grüne Farbe. Die Luft ist frisch und die Vöglein singen.
Der Graben zur Rechten ist der alte Mühlbach den man erst kürzlich geleert hat. Er wurde so hoch wie möglich über dem Fluß gebaut, so dass man einen hohen Wasserpegel weiter unten beim Kraftwerk hat. |
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Auf der anderen Seite des Mühlbaches ist der Waldboden von blauen Glockenblumen
bedeckt. Manchmal werden ganze Berghänge von diesen Blumen blau bemalt.
Die Wilddiebe sind uns gefolgt und graben drüben nach Würmern. Die Felder am Rande des des Parks sind die Bestbegrabenen in ganz Nordirland. |
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Etwas weiter stromaufwärts ist ein altes Wehr. Die Sperre im Vordergrund leitete das
Wasser in den Mühlbach aber unglücklicherweise hat sie eine Winterflut
davongetragen. Die neue Sperre ist so hässlich dass ich es nicht wage ein
Bild davon zu zeigen.
Wenn die Lachse den Fluss rauf schwimmen geht es bei den alten Wehren sehr lebhaft zu: die Fische springen und die Wilderer verstecken sich wie die Wilden. |
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Das gleiche Wehr von etwas weiter stromaufwärts. Man muss sich auch den Klang
des fließenden Wassers und das Säuseln des Windes vorstellen.
Der größere der beiden Wilddiebe ist gerade in den Fluss gefallen. Er flucht leise, damit er die Fische nicht erschreckt, und sein Freund freut sich darüber und lacht sich ins Fäustchen. |
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Noch ein Blick auf den Fluss. Die Roe ändert sich schnell, ruhige Stellen führen bald zu wilden Felswasserfällen. Viele der Bäume sind groß und schön. |
| Eine alte Furt die noch immer vom hiesigen Bauern benutzt wird. Eines Tages werde ich meinen Mut aufraffen und meinen Jeep darüber fahren. Auf der Karte im Country Park Centre steht an dieser Stelle: "Nicht benützen". |
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Zeit zur wohlverdienten Ruhe, die Hälfte der Wanderung ist vorbei. Überall am Fluss entlang gibt es Bänke die alten Beinen Ruhe gönnen. Natürlich rede ich hier nur vom Hund. |
| Hier entlang geht's über den Fluss. Der alte Tudor hasst Brücken und vergewissert sich immer dass er sie nicht allein überqueren muss. Es könnte ja sein dass sein Leben gerettet werden muss. Er hätte sich keine Sorgen zu machen brauchen - wir alle überlebten die Fußüberquerung. |
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Die Aussicht von der Brücke. Normalerweise sollte man hier viele verdächtig aussehende Angler sehen, aber wir sind hier schon lange nicht mehr vorbeigekommen, und sie halten mich wahrscheinlich für einen Water Bailiff und verstecken sich in den Büschen. |
| Dieses schöne Tierchen hielt uns für die Bringer des Mittagessens. Es bekam aber nur ein paar Halme Gras, das es sich sicher hätte selbst pflücken können. |
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Nach der Brücke biegen wir rechts ab. Der grüne Pfad folgt dem Fluss zum Stadtland Carrick. Links sehen wir schöne Felder auf der sich Futter vertilgende Kühen beschäftigen und rechts ist der Fluss, von hohen Büschen gerahmt. Einige der Büsche sehen sehr verdächtig aus. |
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Um den Fluss betrachten zu können suchen wir nach einer Öffnung im dichten
Gebüsch. Glücklicherweise sind wir jetzt in der Angelsaison und die Wilddiebe
haben schon alle guten Stellen freigemacht.
Die Aussicht belohnt all die Mühe |
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Wir klettern zum Fluß hinunter wo wir uns sofort ducken müssen um aus dem Flugpfad eines wütenden Fischreihers zu kommen, der schimpfend flussabwärts fliegt. Es ist Henry, der unlaunige Reiher. Er wohnt hier schon seit Jahren und so lange schimpft er auch schon. |
| Wir wandern weiter. Nach einiger Zeit erreichen wir eine riesige Biegung des Flusses und sehen den letzten Damm der einmal Wasser zur Flaxmühle abgelenkt hat. Wir haben das Ende des Parkes erreicht. |
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Als wir zufällig die Bäume am Gegenufer betrachten sehen wir plötzlich Henry, unseren schlecht gelaunten Reiher. Er sieht noch immer recht wütend aus und landet in einem der hohen Bäume. Wir beschließen dort drüben nicht zu wandern. Es könnte ja sein dass Henry eine wohlgezielte Rache plant. |
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Der Pfad ist allerdings noch nicht zu Ende und führt weiter zur alten Pfarrkirche von
Carrick. Wir gehen weiter und klettern einen steilen Hang hinauf von wo aus wir eine
schöne Aussicht auf den baumverdeckten Fluss haben.
Plötzlich wird unser Weg von einer soliden Mauer gesperrt - links im Bild kann man sie nicht mehr sehen - aber eine kleine Treppe ist hinein geschlagen worden um Wilddieben und anderen Menschen das Leben leichter zu machen. Wir setzen unsere Reise fort. |
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Wir sind nun im Garten einer alten Kirche. Dieses muss eine der am romantischsten
platzierten Kirchen in Irland sein und die Leute die sich um das Gebäude kümmern
wissen das, denn der Garten und die Bäume sehen sehr gepflegt aus. Dies ist eine kleine
Ecke auf die jedwede Religion stolz sein könnte.
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Wir ruhen uns kurz aus und klettern den steinigen Pfad hinunter der zur Brücke von Carrick führt. Dieses ist die einzige Auslegerbrücke in Ulster und sie ist vor Kurzem restauriert worden. Das Stahlkunstwerk kann bis zu zehn Leute tragen. Es muss allerdings zugegeben werden dass neun dieser Leute mit schlotternden Beinen darüber gehen denn die Brücke ist sehr eng und wackelig. |
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Man muss auch noch sagen dass Brücken gut und fein sind, aber Lachs ist Lachs. Raten Sie mal wen wir an diesem schönen Ort treffen? Richtig: Zwei grün gekleidete Sportler mit langen Angeln, keiner Angelerlaubnis und zwei optimistisch gigantischen Fischnetzen. Einer der beiden - der Größere - ist sehr nass und er patscht in seinen Stiefeln. Man kann sehen dass sein Gefährte sich noch immer das Lachen verbeißt denn er sieht sehr fröhlich aus. Wir tun so als ob wir nichts gemerkt hätten und sehen uns die Gegend an. |
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Meg ruft den Hund und wir klettern die steilen Stufen am anderen Ufer hinauf. Es
fühlt sich an als ob wir in den Kronen der Bäume wären denn der Pfad ist
höher als der Wald. Der Reiher fliegt unten übers Wasser und wir sehen den
blauen Blitz eines Eisvogels.
Dies ist ein schöner Ort. |
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Als wir die Höhe des Felsens erreichen verändert sich die Landschaft auf einmal. Friedliche Felder umgeben uns, die Luft ist still, die Sonne angenehm auf der Haut und Tudor, der Border Collie, träumt davon was er tun könnte hätte die Menschheit nicht den Zaun erfunden. |
| Es ist eine wunderbare Wanderung. Der Fluss ist weit unter uns, der Pfad ist schnurgerade und die Vögel singen. Tudors Instinkte rufen ihn zu jagenden Taten und er folgt uns ungern. Die Schafe sind froh dass er es tut. |
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Wir haben den Umkehrpunkt unserer Wanderung erreicht. Nachdem wir den Wald betreten der den Felsen um Carrick bedeckt, klettern wir einige steile Pfade hinunter. Von Zeit zu Zeit sehen wir unten den Fluss. Es ist kühl geworden. |
| Etwas später treffen wir plötzlich unseren schlecht gelaunten Freund Henry wieder. Hoffentlich hat er mehr Glück als die Wilderer, denn er sieht sehr hungrig aus. Wir schleichen fort denn es ist nicht fein einen Hungrigen beim Essen zu beobachten |
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Das andere Ufer des Flusses und die Furt. Ich würde wahrscheinlich wie ein Idiot aussehen, wenn ich halbwegs drüber und steckengeblieben bin. Die Roe schwillt auch sehr plötzlich an. |
| Noch eine Ansicht der Roe. Einige der Bäume sind Prachtexemplare. Man kann niemanden sehen. Die Wilderer müssen sich vor Verdruss verzogen haben. |
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Eine der alten Mühlen am Fluss. Diese hatte einst noch die Überbleibsel eines Rades die den Pfad blockierten. Eine fortschrittliche Parkverwaltung hat das Rad entfernt. Dies ist sehr schade. |
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Ein blühender Ginsterbusch. Der Frühling kam heuer spät und alles
Gebüsch wartete auf die Sonne und blühte dann über Nacht. Einige der anderen Büsche bergen auch einige Überraschungen. See dir nur mal den nahe des Flusses an. Er sieht sehr nass aus und der Nebenbusch scheint zu kichern und wackelt im Wind.
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Diese Flusskrümmung
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Die Flusskrümmung bei der Largy Brücke. Hier stoßen wir wieder auf unsere beiden Wilddiebe, die sich schnell dünn machen. |
| Diese Flusskrümmung führt zur Large Brücke. Unser beiden Wilddieben sind anscheinend wieder aufgetaucht und rüsten sich zu neuen Taten. |
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Wir lassen den Fluss zurück und stoßen auf die Straße die zurück zum Parkplatz führt. Man beachte das maximale Gewichtzeichen. Dicke Besucher werden gebeten die Brücke nur vor dem Essen zu überqueren. |
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Ein Blick auf die Roe von unterhalb der Brücke. Es hat geregnet und das Wasser schwillt an. Der getarnte Wilddieb zur Linken wird heute gewiß was fangen. |
Die Luft ist so feucht dass Pflanzen aus den Felsen zu wachsen scheinen.
Ich winke unserem grünen Freund zum Abschied zu und wir wenden uns gen Parkplatz, wo wir unsere Schuhe und den Hund trocknen können, und dann geht's Heim. |