|
Der Roe Valley Country Park
|
|
Normalerweise fließt der Fluss ruhig durch Felsenschluchten, angenehme Wälder und Wiesen die von neugierigen Kühen bevölkert sind. Im Frühling wird der Waldboden von einem Teppich blauer Blumen bedeckt. Einige der alten Eichen und Birken-bestände erinnern an die irische Landschaft ehe die ersten Menschen mit ihren Tieren kamen und die meisten Bäume fällten. |
|
Nach schwerem Regen sieht es aber anders aus. Der Fluss verwandelt sich in einen
reißenden Strom der durch die Felsschluchten schmettert und die Luft ist voll
von Lärm, Gischt und Dunst. Viele Leute fahren nach langem Regen extra zum
Fluss um diese Wasserflut zu bestaunen.
Meiner Meinung nach nehmen es einige mit der Neugierde aber zu Ernst.
|
|
|
An klaren Herbsttagen, wenn die bunten Blätter fallen ist das Licht der Sonne die
gerade noch über die Baumkronen steigen kann, scharf und glasklar. Man kann nun gute
Wanderungen machen und sich an den scharfen Kontrasten des Tageslichtes freuen.
Der Fluss wimmelt von Forellen und Lachsen - er ist einer der besten Lachsflüsse in Irland. Doch an Tagen wenn alle angeln - meistens regnet es dann auch denn Angler sind Masochisten, kann es sehr gefährlich sein am Ufer entlang zu gehen und gleichzeitig auch noch dem fliegenden Angelgeschirr auszuweichen. Mein Hund ist ein paar Mal nur mit einem bisschen nackter Haut davongekommen - die schlechten Angler auch |
|
|
Es gibt viele wilde Tiere. Ich habe Füchse, Dachse, Fischotter, Fischreiher, Wasseramseln,
Habichte und ab und zu auch mal den flitzenden blauen Eisvogel gesehen. Die Einheimischen
kommen oft an den Fluss um zu beobachten wie die Lachse über die alten Wehre springen.
Zuchttiere können auch wieder wild werden. Vor einiger Zeit haben wir einen entkommenen
Mink gesehen, doch einige der oben erwähnten Kühe haben sich eine eigene Seite
verdient.
Dieser Link führt zu einen Augenzeugenbericht der berühmten Limavady Rinderstampede, doch wenn Sie eine Nachtexpedition entlang der Roe planen sollten Sie vielleicht erst den folgenden Warnungsbericht lesen. |
|
Der Park gibt auch einen Eindruck von Limavady's wechselnder Industriegeschichte. Die Lage
des Flusses machte die Roe ideal für die Nutzung der Wasserkraft durch Wasserräder und
Mühlbäche. Die Überbleibsel einiger großer Wasserräder und die Ruinen
zahlreicher Flachsfabriken können noch immer bewundert werden. Zwei
Bleichwiesenwachtürme warten auch noch auf Entdeckung.
Einer der alten Mühlbäche wurde von einem Herrn R E Ritter benutzt um Nordirlands erste Wechselstromanlage zu bauen. Sie versorgte Limavady für viele Jahre mit elektrischem Strom. Wenn man das alte Kraftwerk besucht lernt man viel über diese ersten Entwicklungen. Einige der alten Schalter und Schütze kommen aus den fünfziger Jahren. Die zwei oder drei Generatoren von der Jahrhundertwende sind auch sehr gut erhalten. |
|
|
Der schön restaurierte Weberschuppen sollte auch von jedem besucht werden. Er wird jetzt
als Museum benutzt und man stellt dort alte Maschinen die zu der Flachsbearbeitung benutzt
wurden aus. Die Schönheit anderer Ausstellungsstücke besteht darin dass sie
älter als die meisten Besucher sind.
Wenn alles gesagt ist sollte man sich den Park schon einmal ansehen, und so denken Viele, denn an Wochenenden ist der Parkplatz so voll dass man kaum ein Fahrrad abstellen kann, von einer brüchigen alten Kiste ganz abzusehen. |
|
Alle Forscher brauchen eine Landkarte; Hier ist die Ihrige. |